Dienstag, 14. Oktober 2014

Arriba Weltraumbahnhof (Teil 1 deutsch)

Der "Weltraumbahnhof" war einer der ersten Artikel in der Hyperzette am 18. Mai dieses Jahres. Mittlerweile ist eine ganze Menge passiert mit und auf dem Bahnhof und Spike Sol, der Inhaber des "Weltraumbahnhofs" war und ist recht aktiv. Zeit ihn zu interviewen.
(Durch die Informationsfülle dieses Beitrages, wurde er geteilt. Der zweite Teil wird morgen erscheinen. Heute behandelt er mehr die technischen Änderungen, die Spike durchgeführt hat, während der morgige Artikel Einblicke in die strukturelle Änderungen des "Weltraumbahnhofes" geben wird)



Hyperzette:
Hallo Spike, am 18. Mai war der "Weltraumbahnhof" noch am Grid "Metropolis" angeschlossen. Soweit ich mich erinnern kann, warst du mit einem Homeserver angekoppelt. Mittlerweile fährst du ein eigenes Grid.
Kannst du uns in kurzen Worten erklären wie es dazu kam ?

Spike:
Ja, das ist beides richtig. Auch mein eigenes Soloton-Grid läuft auf meinem Homie, den ich nachts ausschalte.
Zur Zeit ist es die praktikabelste Lösung, da nachts augenscheinlich keine Reisenden unterwegs sind, soweit ich das überprüft habe. Spricht sich der "Weltraumbahnhof" in anderen Zeitzonen rum, wird zu prüfen sein, in wieweit diese Lösung zu überarbeiten ist.
Zu meinem eigenen Grid kam ich, da sich offenbar unlösbare technische Probleme im Metropolis Grid ergaben und ich von einer Lösung erfuhr, die diese Probleme nachhaltig ausräumen konnten. Also informierte ich mich zunächst gründlich in Foren und sprach mit Anderen, die diese Lösung bereits im Einsatz hatten, allen voran Dorena Verne von "Dorenas-World". Aber auch andere hatten bereits Erfahrungen mit dem ARRIBA-Grid und anschließend sprach ich dann mit dem Programmierer und Entwickler der ARRIBA Software Freaky Tech.



Hyperzette:
Damit gibst du mir das Stichwort für meine nächste Frage. Immer öfter hört man in der OpenSim Community den Namen "ARRIBA". Hierbei handelt es sich um einen Software OpenSim 0.8.x Fork entwickelt von Freaky Tech. 
Auch dein Grid benutzt diese Software. Warum hast du dich dafür entschieden ?

Spike:
Ich sah mir in "Dorenas World" einige Regionen an. "Dorenas World" war bereits komplett auf die ARRIBA Software umgestellt und war sofort von der unglaublichen Leistungsfähigkeit überzeugt. Schnelle Teleporte ohne Fehler, schnelles Scriptverhalten. Ich sah auf einer ARRIBA Region bei LyAvain Swansong wie schnell Autos plötzlich sein können. Sie musten umprogramiert werden, weil sie so schnell nicht steuerbar waren.
Alles das machte mich neugierig.
So lernte ich eines Abends Freaky Tech als einen sehr offenen, hilfsbereiten und freundlichen Menschen kennen. Er konnte letzte Zweifel ausräumen und anschließend ging es an die Umstellung. Die Errichtung eines Grids und das Umhängen der Regionen dauerte etwa einen Nachmittag, weil ich noch nie ein Grid hatte. Es mussten erst ein paar technische Voraussetzungen geschaffen werden. Automatische IP-Erkennung und so weiter. An nur einem Nachmittag hat sich mein Online-Leben nachhaltig verbessert.



Hyperzette:
Welche Vorteile bringt es dem Weltraumbahnhof Arriba Software zu nutzen ?

Spike:
Der "Weltraumbahnhof" lebt in erster Linie davon, daß Leute kommen, weil sie wieder weg wollen. Also sind die Teleporte mit das Wichtigste, was mit dem ARRIBA-Simulator extrem schnell geht. Ich kann es nur immer wieder sagen: Die ARRIBA-Teleporte gehen im Hypergrid schneller, als alles was ich vorher InWorld erlebt habe. Ich beschrieb sie auch schon als "erschreckend" schnell und das meine ich auch so.

Im Metropolis Grid waren die Aufstellmöglichkeiten von HTTP-Bildwände, also Informationen aus dem Internet direkt auf der Region ausstellen, offenbar begrenzt, sodass ich nicht die gewünschte Anzahl an Eventkalender oder Gruppen - und Foren - Informationen aufstellen konnte. Das ist mit dem ARRIBA-Simulator vorbei. Der erste Stock im "Weltraumbahnhof " ist zu einer richtigen Info-Börse geworden.

Dann haben sich alle Teleporter in technischer Hinsicht geändert.
Freaky Tech hat mir einen Teleporter programmiert, der nicht nur sehr viel schneller ist, als der vorherige, sondern auch Parallel-Teleporte zulässt. Es können also viel schneller mehrere Leute gleichzeitig durch das Tor, ohne Warten zu müssen, bis sich die bestehende Hypergridverbindung wieder abgebaut hat, um sie anschließend neu aufbauen zu müssen. Diese Parallel-Teleporte beschleunigen die Reise in Gruppen um ein Vielfaches.

Aber das Wichtigste ist ohne Frage, das ich nun alle Teleporter gleichzeitig auf ihre Funktion hin überprüfen kann. Das erspart mir unglaublich viel Arbeit. Es gibt einen Schalter, der die Existenz aller Regionen mit Teleportzielen gleichzeitig überprüft. Bleiben Teleporter rot, muss ich mich um das Problem kümmern. Sind sie erst grün und wechseln anschließend wieder nach Weiß ist alles in Ordnung. Ein enormer Vorteil für mich, um für die Funktionalität zu sorgen. Früher war das mit 2 Personen gut 3 – 4 Tage Arbeit. Also ganze Arbeits-Tage, nicht nur abends. Heute sind das noch, sind wir großzügig, 10 Sekunden.



Hyperzette:
Wenn ich nach den Vorteilen frage, müssen natürlich auch die Nachteile berücksichtigt werden ?

Spike:
Natürlich gibt es Nachteile, wie alles hat auch der ARRIBA-Simulator seine 2 Seiten.

Zum einen hat es von der OpenSim Versionen 0.7.6 zur Version 0.8. (also generell, nicht nur ARRIBA)  Veränderungen im Hypergridprotokol ergeben, was dazu führt, daß manchmal die Anfrage zu schnell kommt und eine 0.7.6 Region mit möglichen Schwierigkeiten nicht angesprungen werden kann. Das muß so nichts sein, kommt aber vor. Das ist ein Phänomen, was sich erst in der Zukunft von alleine lösen wird, denn alle werden irgendwann ein Update auf die 0.8 Version oder die ARRIBA Software gemacht haben.

Zum Anderen ist der ARRIBA-Simulator derart schnell, daß sogenannte Fahrscripte umgeschrieben werden müssen. Fahrzeuge sind zunächst nicht mehr steuerbar, weil sie einfach zu schnell sind. Man steuert nach links und macht eine Pirouette, man fährt gerade aus und ehe man den Finger wieder von der Taste bekommt, ist man bereits an der Simgrenze angekommen.

Hier werden mal die möglichen Geschwindigkeiten deutlich. Das eröffnet natürlich ganz neue Möglichkeiten in Sachen Bewegungs-Scripte. Zum Beispiel laufen Fahrstühle oder Boote, die auf geführten Strecken fahren, nun völlig ruckelfrei.

Ein weiterer Nachteil ist (hahaha) das man keinen Rebake mehr machen muss. Wir hatten uns so daran gewöhnt nach dem "Aufdropen" erst einmal 3 – 5 mal einen Rebake (die vollständige Wiederherstellung des Avatars) zu machen, dass wir das als normal und gegeben hingenommen haben. Das fehlt nun auch gänzllich. Man kommt an und ist augenblicklich vollständig gerezzt.

Tatsächlich kann man sagen, dass die enorme Leistungssteigerung des ARRIBA-Simulators dazu führt, das Veranstaltungen, wie zum Beispiel im Club und der Region Close Encounter, unter der technischen Betreuung von Akira Sonoda, der ja auch auf Arriba Softwareläuft, mit 50 Personen und mehr kein Problem darstellen.

Weitere spannende und interessante Details über den "Weltraumbahnhof" morgen im zweiten Teil.


Destination:
Soloton Region Weltraumbahnhof
soloton.selfhost.eu:8002:Weltraumbahnhof 

Keine Kommentare:

Kommentar posten